Unsere Empfehlungen
Salto
Autor: Kurt Prödel
Verlag: Park X Ullstein
ISBN: 978-3-9881607-0-6
Preis: 22,00 €
Buchtipp von: Rainer Francke (März 2026)
Endlich Abi! Nach so vielen Jahren Quälerei! Und tatsächlich hat Marko es geschafft, er hat sogar das beste Abi seiner Stufe. Nur: das reicht nicht für das ersehnte Medizinstudium, er bekommt von einer Uni nach der Anderen Absagen. Was nun? Hilft die Lebensversicherung der verstorbenen Mutter? Und was soll aus der Beziehung mit seiner Freundin …
WeiterlesenEndlich Abi! Nach so vielen Jahren Quälerei! Und tatsächlich hat Marko es geschafft, er hat sogar das beste Abi seiner Stufe. Nur: das reicht nicht für das ersehnte Medizinstudium, er bekommt von einer Uni nach der Anderen Absagen. Was nun? Hilft die Lebensversicherung der verstorbenen Mutter?
Und was soll aus der Beziehung mit seiner Freundin Claire werden: Geht das mit den beiden zu Ende?
Junge Menschen und ihre Pläne: Und dann ist plötzlich alles anders. Claire hat gesundheitliche Probleme, die ihr das Studium in München unmöglich machen. Und Marko geht, weil es ja in Deutschland mit dem Studium nicht geklappt hat, nach Budapest. Trennung.
Doch in Ungarn läuft nichts wie geplant …
Der Roman „Salto“ von Kurt Prödel ist eine typische „Coming-of-Age“-Geschichte, ein Roman über das Erwachsenwerden. Eine Geschichte darüber, wenn eben nicht alles läuft wie geplant. Darüber, dass Körper streiken können.
Direkt, empathisch: absolut lesenswert (auch wenn man sich an die eigene Zeit nach dem Abi nur noch dunkel erinnert)
Zuflucht
Autor: Garry Disher
Verlag: Unionsverlag
ISBN: 978-3-293-00624-9
Preis: 24,00 €
Buchtipp von: Stefan Decken (März 2026)
Australien, Südostküste. Hier lebt und arbeitet Grace. Mal einige Wochen in Adelaide, mal einige Tage in Brisbane, gerne auch in den kleineren Städtchen irgendwo im riesigen New South Wales. Grace ist Einbrecherin und Diebin. Ihre bevorzugte Beute: Luxusgüter. Antike Uhren, Schmuck, Porzellan, Gemälde, gerne auch Kreditkarten und Smartphones. …
WeiterlesenAustralien, Südostküste. Hier lebt und arbeitet Grace. Mal einige Wochen in Adelaide, mal einige Tage in Brisbane, gerne auch in den kleineren Städtchen irgendwo im riesigen New South Wales. Grace ist Einbrecherin und Diebin. Ihre bevorzugte Beute: Luxusgüter. Antike Uhren, Schmuck, Porzellan, Gemälde, gerne auch Kreditkarten und Smartphones. Identitäten streift sie ab wie Perücken, falsche Papiere zückt sie ebenso schnell wie erfundene Vergangenheiten.
Was sie allerdings nie hatte, ist ein normales Leben. Sie ist einsam, immer wachsam und immer in Bewegung. Die Sehnsucht nach einem immerwährenden Zuhause wächst. Ein Job in einem Antiquitätenladen in den Adelaide Hills verspricht ihr erstmals einen Ort, der ihr dauerhaft Zuflucht gewährt kann. Grace freundet sich mit der schüchternen Eigentümerin Erin an. Es läuft gut für die beiden, doch Grace weiß, dass so einige ihrer alten Feinde auf der Suche nach ihr sind. Und auch Erin schleppt eine dunkle Vergangenheit mit sich herum...
"Zuflucht": Ein Kriminalroman, aber noch so viel mehr. Was dieses 'So viel mehr' ist, drückt Peter Korte von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung überaus treffend aus: "Dass Krimis noch immer die besten Sonden sind, um etwas über den Zustand einer Gesellschaft zu erfahren, ergibt sich bei Disher ganz von selbst, aus der Genauigkeit, mit der er Figuren und Milieus schildert."
Weniger anzeigenDie Jagd nach den magischen Münzen
Autor: Jessie Burton
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-55960-9
Preis: 15,00 €
Buchtipp von: Leo Dahl (März 2026)
Mythen und Sagen werden oft von Generation zu Generation weiter gegeben. So auch die Sage um zwei Münzen, die magische Kräfte haben sollen, doch einst in der Themse verloren gegangen sind. Bo Delafort kennt diese Sage, wie alle anderen Flussleute. Sie lebt nahe der Themse, das Jahr ist 1918, und genau wie ihr Bruder Harry und viele andere …
WeiterlesenMythen und Sagen werden oft von Generation zu Generation weiter gegeben. So auch die Sage um zwei Münzen, die magische Kräfte haben sollen, doch einst in der Themse verloren gegangen sind. Bo Delafort kennt diese Sage, wie alle anderen Flussleute. Sie lebt nahe der Themse, das Jahr ist 1918, und genau wie ihr Bruder Harry und viele andere verbringt sie ihre Tage am Ufer der Themse, um im Schlamm nach kleinen Schätzen zu suchen.
Eines Tages offenbart der Fluss ihr eine glänzende Münze – ein Schatz, wie sie ihn noch nie gesehen hat. Sofort weiß Bo, dass sie die Münze niemals verkaufen darf, so sehr ihrer Familie das Geld helfen würde. Denn als sie die Münze gefunden hat, sprach eine Stimme aus dem Fluss zu ihr. Die Themse erzählte ihr, dass Bo auserwählt ist und vertraute ihr die Münze an. Es brauchte kein Genie um zu erkennen, was sie da gefunden hatte.
Die Sage um diese Münzen war weit verbreitet, denn die Flussleute erzählten sich seit Jahrhunderten, dass sie die Macht hätten, jemanden von den Toten zurück zu holen. Bo hatte immer nur geglaubt, dass alles erfunden war, bis sie eine der Münzen aus dem Schlamm gezogen hat. Und dann trifft sie am gleichen Tag noch einen Jungen vom anderen Ufer! Billy River stellt sich ihr vor und sofort erkennt Bo, dass er besonders ist. Sie beschließen zusammen zu arbeiten, um die zweite Münze zu finden und schon bald merkt Bo, dass sie sehr wohl jeden Freund gebrauchen kann. Denn plötzlich ist dieser Mann hinter ihr her, der ihr die Münze abnehmen möchte. Doch das kann Bo nicht zulassen.
(für Kinder ab 10 Jahren)
Weniger anzeigenWie ähnlich ist uns der Zackenbarsch, dieses äußerst hässliche Tier
Autor: Anita Augustin
Verlag: Leykam
ISBN: 978-3-7011-8269-5
Preis: 24,00 €
Buchtipp von: Anne Simon (März 2026)
Was für ein Buch. Schon äußerlich macht es echt was her. Signalwirkung durch pinke Schrift auf rotem Grund. Rücken und Buchschnitt sind mit einem schicken Animalprint verziert - um genau zu sein, ist es das Muster des titelgebenden Zackenbarschs - und dann ist da ja auch noch der Inhalt - wie wir alle wissen, kommt es immer auf die inneren Werte …
WeiterlesenWas für ein Buch. Schon äußerlich macht es echt was her. Signalwirkung durch pinke Schrift auf rotem Grund. Rücken und Buchschnitt sind mit einem schicken Animalprint verziert - um genau zu sein, ist es das Muster des titelgebenden Zackenbarschs - und dann ist da ja auch noch der Inhalt - wie wir alle wissen, kommt es immer auf die inneren Werte an:
Und dieser Inhalt ist außergewöhnlich. Provokant, schrecklich, komisch, unterhaltsam, ein Pageturner, ein literarisches Experiment. Eine Mutter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Tochter. Die Polizei ist ihr keine große Hilfe, ganz im Gegenteil. So sucht sie auf eigene Faust nach dem Mädchen. Doch sie muss Geduld mitbringen und darf nie die Hoffnung aufgeben. Viele Zeugenaussagen führen ins Leere, bis sie schließlich einen Hinweis erhält, der sich als ehrlich und hilfreich herausstellt. Und so führt sie die Suche schließlich zu einem Therapeuten, der pädophile Männer behandelt. Die Sache scheint klar, einer dieser Männer muss verantwortlich für das Verschwinden ihrer Tochter sein. Doch wieder muss die Frau geduldig sein, noch viele Jahre lang.
Durch Anita Augustins geschickten Aufbau, die Erzählperspektiven in einer Art Dreiecksgeschichte stetig wechseln zu lassen, wechseln auch die Sympathien zu den jeweiligen Charakteren immer wieder. Und so sorgt die Autorin dafür, dass die reinen Fakten fast nebensächlich werden, und die Sicherheit unserer Überzeugungen immer wieder ins Wanken gerät. Was ist Wahrheit, was Lüge? Was Traum, was Realität? Und wozu befähigen uns Liebe und die Macht der Hoffnung? Schwere Kost leicht erzählt, ohne Voyeurismus, ein spannender und gelungener Umgang mit einem absoluten Tabuthema.
Weniger anzeigenDas gute Leben
Autor: Nadine Schneider
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-10-397713-4
Preis: 25,00 €
Buchtipp von: Sigrid Pommeranz (März 2026)
Anni flieht Mitte der sechziger Jahre allein und schwanger aus Rumänien über Wien nach Deutschland. Zurück lässt sie ihre Mutter, die ihre Heimat auf keinem Fall verlassen will. Anni zieht ihr Kind allein auf, wie auch später ihre Enkeltochter Christina, weil Annis Tochter nach Amerika auswandert und Christina nicht mitnehmen will. Nach Annis Tod …
WeiterlesenAnni flieht Mitte der sechziger Jahre allein und schwanger aus Rumänien über Wien nach Deutschland. Zurück lässt sie ihre Mutter, die ihre Heimat auf keinem Fall verlassen will. Anni zieht ihr Kind allein auf, wie auch später ihre Enkeltochter Christina, weil Annis Tochter nach Amerika auswandert und Christina nicht mitnehmen will. Nach Annis Tod erbt Christina das Haus in Nürnberg. Im Haus ihrer Großmutter will Christina Abschied von ihr nehmen und beim Durchstöbern von Haus und Garten taucht sie tief in die Familiengeschichte ein. Die Erinnerungen kommen wieder. Die Erinnerungen an die Besuche im ärmlichen, schmutzigen Rumänien und sie erinnert sich an die Zeit als Anni beim Quelle-Versand Pakete verpackt hat, die ins Wirtschaftswunderland verschickt wurden. Allmählich versteht sie ihre Großmutter und erkennt, was sie ihr zu verdanken hat.
Anni hat in diesem Roman eine sehr starke Stimme. Eine große Rolle spielt ihre Herkunft, sie versucht sich jedoch anzupassen. Als sie bei Quelle oder wie sie oft sagt, bei Schickedanz arbeitet, macht sie sich klein, dabei steckt so viel Mut in ihr. In ihrem Leben durchlebt sie einige schwierigen Momente und muss weitgreifende Entscheidungen treffen. Annis Geschichte wechselt oft die Zeitebenen, dadurch kommt der Leser dieser außergewöhnlichen Figur langsam näher und versteht das manchmal nicht nachvollziehbare Handeln Annis. Ein großartiges Buch über vier Frauen in unterschiedlichen Zeiten.
Weniger anzeigenVielleicht ist die Liebe so
Autor: Katja Früh
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-07344-7
Preis: 25,00 €
Buchtipp von: Rainer Francke (Februar 2026)
Anjas Mutter teilt ihrer Tochter eher beiläufig mit, dass sie ihr Leben am 18. Februar um 16 Uhr selbstbestimmt beenden möchte – ein Schock für Anja, denn einen echten Grund für diese Entscheidung scheint es nicht zu geben. Und konfliktfrei ist das Verhältnis der beiden sowieso nicht. Immer wieder greift die Mutter in Anjas Privatleben ein, die …
WeiterlesenAnjas Mutter teilt ihrer Tochter eher beiläufig mit, dass sie ihr Leben am 18. Februar um 16 Uhr selbstbestimmt beenden möchte – ein Schock für Anja, denn einen echten Grund für diese Entscheidung scheint es nicht zu geben.
Und konfliktfrei ist das Verhältnis der beiden sowieso nicht. Immer wieder greift die Mutter in Anjas Privatleben ein, die zugebenermaßen auch ein wenig unstet ist. Eigentlich ist sie Schauspielerin, arbeitet aber mittlerweile in einer Bar – ganz aufgeben will sie das Theater jedoch auch nicht.
Die Mutter ist eine Diva und erwartet ganz selbstverständlich die volle Aufmerksamkeit der Tochter – die kann ihr andererseits nichts recht machen. Und im Hintergrund steht stets der verstorbene Ehemann und Vater – einst erfolgreicher Regisseur, später aber abgestürzt mit Alkohol- und Frauenproblemen.
Wie soll Anja mit dem Vorhaben der Mutter umgehen? Ihre Freunde aus der Bar, ihr Therapeut, die alte Freundin der Mutter – alle fragt sie um Rat: aber die Antworten sind zu unterschiedlich. Und so findet Anja letztlich ihren eigenen Weg und nach all den Jahren der Fremdbestimmung zu sich selbst – und beantwortet auch die Frage: Was wird aus Mamas Hund …
Ein faszinierender, unterhaltender, teils witziger Roman um ein schwieriges Thema, um Selbst- und Fremdbestimmung, Freundschaften und Liebe …
Das Unwetter
Autor: Brit Bildøen
Verlag: BTB
ISBN: 978-3-442-77500-2
Preis: 17,00 €
Buchtipp von: Stefan Decken (Februar 2026)
Oktober. Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen. Ein Ehepaar, das dort seine Goldene Hochzeit feiern wird. Seine drei Kinder, die sie zu diesem Wochenende eingeladen haben. Unerwarteter sintflutartiger Dauerregen. Ein Bergrutsch, der die kleine Zufahrtsstraße blockiert und unpassierbar macht. Eine Familie und der Hotelbetreiber und Koch, …
WeiterlesenOktober. Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen. Ein Ehepaar, das dort seine Goldene Hochzeit feiern wird. Seine drei Kinder, die sie zu diesem Wochenende eingeladen haben. Unerwarteter sintflutartiger Dauerregen. Ein Bergrutsch, der die kleine Zufahrtsstraße blockiert und unpassierbar macht. Eine Familie und der Hotelbetreiber und Koch, plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten.
Zwei Jäger, die im Hotel stranden. Eine immer angespannter werdende Atmosphäre. Was haben die beiden wortkargen Männer bei diesem Unwetter vor - womöglich eine illegale Wolfsjagd? Und warum verhält sich der gutmütige Familienhund so merkwürdig, seit er die Jäger beschnüffelt hat? Im Laufe eines einzigen Abends spitzt sich die Lage zwischen allen Beteiligten dramatisch zu ...
Meisterhaft legt Brit Bildøen frei, wie hinter der bürgerlichen Fassade einer gefährliche Mischung aus Wut, Rache und Verrat lauert. Wer hat etwas zu verbergen? Wer verdächtigt wen, was getan zu haben? "Das Unwetter": ein sehr spannender und zugleich unblutiger Thriller der in ihrem Heimatland sehr geschätzten norwegischen Autorin. Es wird Zeit, dass sie auch in Deutschland entdeckt wird!
Tochter des Nebelwalds - Eventyr-Saga I
Autor: Gry Kappel Jensen
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-55956-2
Preis: 15,00 €
Buchtipp von: Anne Simon (Februar 2026)
Ava und ihre kleine Schwester Linn sind bitterarm und leiden - wie alle im Dorf - seit viel zu langer Zeit Hunger. Man sagt, eine Hexe sei Schuld an der Missernte und bessere Zeiten sind nicht in Sicht. So beschließt der Vater der Mädchen mit den beiden in die weit entfernte Stadt zu ziehen, um ein neues Leben zu beginnen, eins in dem es Arbeit …
WeiterlesenAva und ihre kleine Schwester Linn sind bitterarm und leiden - wie alle im Dorf - seit viel zu langer Zeit Hunger. Man sagt, eine Hexe sei Schuld an der Missernte und bessere Zeiten sind nicht in Sicht. So beschließt der Vater der Mädchen mit den beiden in die weit entfernte Stadt zu ziehen, um ein neues Leben zu beginnen, eins in dem es Arbeit und immer genug zu essen gibt.
Doch der Weg in die Stadt ist lang und führt sie durch den dunklen Wald, den zu betreten den Schwestern stets verboten war. Schon nach kurzer Zeit finden sich Ava und Linn allein im Wald wieder, der Vater ist wie vom Erdboden verschluckt. Verängstigt irren die beiden umher, bis sie schließlich auch einander aus den Augen verlieren.
Völlig erschöpft erreicht Ava eine kleine Lichtung, auf der friedlich einige Tiere grasen. Dort stehen ein schönes Haus und ein paar Hütten. Hier trifft sie auf Nebula, eine große und geheimnisvolle Frau, die hier im Verborgenen mit einer Handvoll Kindern lebt. Nebula lädt Ava ein, mit ihnen zu essen und sich auszuruhen. Ein Angebot, dass Ava zunächst dankend annimmt.
Doch warum kennt die mysteriöse Frau ihren Namen, woher kommen all die anderen Kinder? Und das wichtigste: Auch Linn ist hier, irgendwo. Nur darf Ava sie nicht sehen. Was geht hier bloß vor?
Für Ava beginnt eine aufregende Zeit, in der sie um ein Wiedersehen mit ihrer Schwester kämpft, versucht, Nebulas Geheimnis zu lüften und sich ihren eigenen rätselhaften Gefühlen stellen muss.
„Tochter des Nebelwalds“ ist Auftakt der Eventyr-Saga, aber zugleich eine in sich abgeschlossene Geschichte, die auf gelungene Weise mit klassischen Märchenmotiven spielt. Empfohlen ab 12 Jahren schafft es der Roman aber auch, gleichermaßen Erwachsene in seinen Bann zu ziehen.
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