Unsere Empfehlungen

Dorfroman

Autor: Christoph Peters

Verlag: Luchterhand

ISBN: 978-3-630-87596-5

Preis: 22,00 €

Buchtipp von: Stefan Decken (Oktober 2020)

Dorfroman

Ein Vorort von Kalkar am Niederrhein in den 1970er Jahren: Die überwiegend katholische Einwohnerschaft lebt von der Landwirtschaft, wählt mehrheitlich CDU und ist Anhänger von Borussia Mönchengladbach. Das Leben verläuft in eintönigen, ruhigen Bahnen. Diese idyllische Weltf…

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Ein Vorort von Kalkar am Niederrhein in den 1970er Jahren: Die überwiegend katholische Einwohnerschaft lebt von der Landwirtschaft, wählt mehrheitlich CDU und ist Anhänger von Borussia Mönchengladbach. Das Leben verläuft in eintönigen, ruhigen Bahnen. Diese idyllische Weltfremdheit wird gestört, als Bundes- und Landesregierung den Bau eines "Schnellen Brüters" in Kalkar beschließen, also jenes Atomkraftwerk, das mit neuer, angeblich völlig risikofreier Technologie unsere Stromversorgung sichern sollte.
Plötzlich ist die Dorfruhe dahin. Die Bevölkerung spaltet sich in größtenteils Befürworter ("Die Politiker werden schon wissen, was gut für uns ist") und Gegner der Anlage. Aus Nachbarn werden Feinde.
Ebenso gespalten ist der junge Erzähler des Dorfromans. Hatte er bisher die konservative Ansicht seiner Eltern geteilt, wird er durch die kluge wie abgründige Anti-Atomkraft-Aktivistin Juliane in die linke Gegenkultur eingeführt. Im Alter von fast sechzehn Jahren beginnt er zu ahnen, dass das Leben seiner Eltern nicht das einzig mögliche ist...

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Bären füttern verboten

Autor: Rachel Elliott

Verlag: marebuch

ISBN: 978-3-86648-624-9

Preis: 22,00 €

Buchtipp von: Anne Simon (Oktober 2020)

Bären füttern verboten

St Ives, Südengland - „Seltsam, wie ein Ort sich verändert und zugleich überhaupt nicht.“ - Als Sidney aus dem Zug steigt kann sie kaum glauben, dass sie wirklich wieder hier ist. Vor diesem Moment hat sie sich lange gefürchtet, und trotzdem war da immer diese Sehnsucht, wieder her zu …

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St Ives, Südengland - „Seltsam, wie ein Ort sich verändert und zugleich überhaupt nicht.“ - Als Sidney aus dem Zug steigt kann sie kaum glauben, dass sie wirklich wieder hier ist. Vor diesem Moment hat sie sich lange gefürchtet, und trotzdem war da immer diese Sehnsucht, wieder her zu kommen. Kaum angekommen, zieht sie schon bald viel Aufmerksamkeit auf sich. Denn als Freerunnerin erkundet sie den Ort ihrer Kindheit auf ihre ganz besondere Weise - von oben. Auf den Dächern und Mauern der Stadt, hoch über den Köpfen der Bewohner hinweg, hält sie Abstand zu ihnen und wird gleichzeitig zum beliebten Gesprächsthema. Was macht die geheimnisvolle Frau dort oben? Ist sie suizidgefährdet? Wird sie springen?
Sidney ist das egal. Hier oben kann sie klar denken, fühlt sich frei und furchtlos. Und hier kann sie sich auch problemlos erinnern an das, was gewesen ist.
Doch dann ist da dieser eine Augenblick der Unachtsamkeit, der sie im wahrsten Sinne des Wortes auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Und mit einigen schrägen Gestalten konfrontiert, die ihr Leben gehörig durcheinander bringen. Da ist Belle, eine junge Frau, die mit Ende zwanzig noch bei ihren Eltern wohnt, in der örtlichen Buchhandlung arbeitet und am liebsten mit den alten Leuten in der Kneipe zusammensitzt. Maria, Belles Mutter, die heilende Muffins backt und sich vor dem Leben versteckt. Und Stuart, der Wolfshund, dem sein Tierarzt Briefe schreibt und der die Menschen um sich herum besser versteht als alle anderen.
Diese schicksalhafte Begegnung bringt Veränderung in das Leben aller Beteiligten. Und die tröstliche Erkenntnis, dass man Hilfe anderer annehmen darf und immer neu anfangen kann.

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Zugvögel

Autor: Charlotte McConachy

Verlag: S. Fischer

ISBN: 978-3-10-397470-6

Preis: 22,00 €

Buchtipp von: Sigrid Pommeranz (Oktober 2020)

Zugvögel

Die Auswirkungen des Klimawandels haben die wilden Tiere fast aussterben lassen. Franny ist Ornithologin und leidet besonders unter dem Vogelsterben. Daher will sie unter allen Umständen einem Vogel auf seinem langen Weg von Grönland übers Meer in die Antarktis folgen. Dafür ver…

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Die Auswirkungen des Klimawandels haben die wilden Tiere fast aussterben lassen. Franny ist Ornithologin und leidet besonders unter dem Vogelsterben. Daher will sie unter allen Umständen einem Vogel auf seinem langen Weg von Grönland übers Meer in die Antarktis folgen. Dafür versucht sie Küstenseeschwalben zu fangen und mit einem Peilsender zu beringen, was ihr dann schließlich auch bei drei Vögeln gelingt. Jetzt heißt es, die Vögel oder wenigstens einen von ihnen nicht zu verlieren. Vorher muss sie jedoch ein Schiff finden, das noch berechtigt ist, im Atlantischen Ozean Heringe zu fangen und das dann auch noch seine Route verlässt, um dem Peilsender zu folgen. Eigentlich verabscheut sie Menschen, welche die Weltmeere verwüsten, aber sie hat aus zeitlichen Gründen leider keine Alternative.Da Franny hartnäckig ist, findet sie einen Fischkutter und eine abenteuerliche, gefährliche Reise um die halbe Welt beginnt.

Franny ist eine außergewöhnliche Romanfigur. Sie kämpft mit ihrer Vergangenheit, ist Schlafwandlerin, mutig und selbst ein Wandervogel. Aufgewachsen ist sie am Meer und fühlt sich den Vögeln näher als den Menschen.
Schon als Kind war sie ständig auf Wanderschaft und als die damals zehnjährige, nach zweitägiger Abwesenheit, wieder nach Hause kommt, ist ihre Mutter für immer verschwunden. Vielleicht sucht sie auch deshalb einen Ort, wo sie hingehört.

„Zugvögel“ ist spannend erzählt, voller Atmosphäre und ist auch ein bisschen Liebesgeschichte. Der Roman erzählt von Frannys Suche nach ihrer Mutter und nach sich selbst, ist zugleich ein Appell, unsere Welt und ihre Lebewesen zu erhalten und der Überfischung der Weltmeere entgegen zu wirken.

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Die Tierpolizei - Kommissare mit Fell und Feder

Autor: Anna Böhm

Verlag: Oetinger

ISBN: 978-3-7891-2123-4

Preis: 13,00 €

Buchtipp von: Vanessa Bartz (Oktober 2020)

Die Tierpolizei - Kommissare mit Fell und Feder

Flopson, die Katzenbärin, lebt mit ihrem besten Freund Tjalle, einem Streifentenrek, bei Frau Huppenschuh. Die Beiden sind schon ewig ihre Haustiere. Flopson liebt Krimiserien oder sie liest gerne Tjalle etwas vor. Auf Grund der Langeweile zu Hause hat sich Flopson nämlich das L…

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Flopson, die Katzenbärin, lebt mit ihrem besten Freund Tjalle, einem Streifentenrek, bei Frau Huppenschuh. Die Beiden sind schon ewig ihre Haustiere. Flopson liebt Krimiserien oder sie liest gerne Tjalle etwas vor. Auf Grund der Langeweile zu Hause hat sich Flopson nämlich das Lesen beigebracht. Als die Katzenbärin eines morgens aufwacht, ist das Wohnzimmer und der Käfig komplett verwüstet und Tjalle ist verschwunden. Frau Huppenschuh gibt Flopson die Schuld und wirft sie raus. Flopson versteht das nicht. Tjalle ist gerne in seinem Käfig und eher ängstlich. Er mag Liebesgeschichten viel lieber statt Krimis und Flopson ist sich sicher: Tjalle muss entführt worden sein und ist bestimmt nicht weggelaufen.
Der erste Kriminalfall für Flopson…. In der aufregenden und großen weiten Welt lernt sie Fridolin, das kleinste Pferd der Welt, Meili, die schlaue Blaumeise und Jack, den schlechtgelaunten Teddyhamster kennen und zusammen gründen die Vier die Tierpolizei und versuchen den Fall „Der verschwundene Tjalle“ zu lösen.

Das Kinderbuch ist einfach toll. Die Aufmachung und die Zeichnungen des Buches sind schon sehr ansprechend und die Geschichte ist witzig und spannend. Außerdem lernt man die Tiere verstehen, denn es ist nicht immer eine gute Idee, diese zu Hause zu halten. Manchmal geht es den Tieren in der großen weiten Welt besser.

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Das Verschwinden des Dr. Mühe

Autor: Oliver Hilmes

Verlag: Penguin

ISBN: 978-3-328-60138-8

Preis: 20,00 €

Buchtipp von: Rainer Francke (September 2020)

Das Verschwinden des Dr. Mühe

Berlin 1932: Der Arzt Dr. Mühe ist spurlos verschwunden. Sein Auto wird nahe einer Gaststätte am Ufer des Sacrower Sees gefunden. Scheinbar ist er ertrunken, doch weil alle Begleitumstände so mysteriös sind, beginnt eine Mordkommission mit dem erfahrenen Ermittler Ernst Keller an …

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Berlin 1932: Der Arzt Dr. Mühe ist spurlos verschwunden. Sein Auto wird nahe einer Gaststätte am Ufer des Sacrower Sees gefunden. Scheinbar ist er ertrunken, doch weil alle Begleitumstände so mysteriös sind, beginnt eine Mordkommission mit dem erfahrenen Ermittler Ernst Keller an der Spitze mit Ermittlungen.
Schnell wird deutlich, dass der ehrenwerte Doktor scheinbar ein Doppelleben führte. Immer wieder findet Kommissar Keller unerklärbare Lücken im Tagesablauf des Arztes. Und auch seine Ehe ist beileibe nicht so glücklich, wie es nach außen scheint. Bald schon verkauft Frau Mühe die Praxis ihres Mannes, zieht um und tut sich mit ihrem Musiklehrer Professor Rasch zusammen, mit dem sie schon länger ein Verhältnis hatte. Zudem behauptet sie, alles Geld ihres Mannes sei verschwunden.
Nie wird Dr. Mühes Leiche gefunden, doch über Jahre geht Keller jeder neuen Spur geduldig nach. Bis nach Barcelona reichen die Ermittlungen, und sie werden schwieriger, denn der verdächtige Professor Rasch macht unter den Nazis Karriere …
Nach einem wahren Fall aus dem Berliner Landesarchiv recherchiert, erzählt dieser Krimi vom Verfall der Bürgerlichkeit in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts und der schwierigen Suche nach Wahrheit. Packender und ungewöhnlicher Krimi eines Historikers!

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Streifzüge durch die Nacht

Autor: Dirk Liesemer

Verlag: Malik

ISBN: 978-3-89029-530-5

Preis: 20,00 €

Buchtipp von: Stefan Decken (September 2020)

Streifzüge durch die Nacht

"Wie ich unsere Heimat neu entdeckte." Das ist der treffende Untertitel dieses spannenden Sachbuchs. Denn nachts ist die Welt eine andere... Dirk Liesemer hat sich die Nacht in Deutschland und der Schweiz erwandert. Fast ein Jahr ist er immer wieder von Sonnenuntergang…

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"Wie ich unsere Heimat neu entdeckte." Das ist der treffende Untertitel dieses spannenden Sachbuchs. Denn nachts ist die Welt eine andere... Dirk Liesemer hat sich die Nacht in Deutschland und der Schweiz erwandert. Fast ein Jahr ist er immer wieder von Sonnenuntergang bis -aufgang unterwegs, in einer größtenteils unbekannten, weil dunklen Welt. Denn vertrieben von künstlichem Licht hat sich die vollkommene Dunkelheit in entlegene Winkel, auf Bergspitzen und aufs Meer zurückgezogen. Wo ist Deutschlands finsterste Gegend, wo kann man die Milchstraße richtig sehen, unbeeinflusst von der allgegenwärtigen Lichtverschmutzung? Reagiert unser Gehör stärker auf Geräusche, wenn die Augen nichts mehr wahrnehmen bei der Durchwanderung eines dichten Buchenwaldes? Ja, nachts ist es anders in der Natur. Mal ist der Autor alleine unterwegs, mal in Begleitung. Von einem Jäger im hessischen Bergland lernt er, wie man sich wirklich leise bewegt. Dank einer Malerin erkennt er die unterschiedlichen Nuancen von Schwarz im nächtlichen Sachsen. Ein Wattführer begleitet ihn in die zwar mondbeschienenen, aber tückischen Priele bei Amrum... Er erfreut sich am Lichtspiel der Glühwürmchen und lernt den Geruch von Wildschweinen fürchten.
Weshalb zieht die Nacht uns so magisch an? Warum ist sie seit jeher Projektionsfläche für unsere Ängste und Wünsche, für Märchen und unheimliche Geschichten? Dirk Liesemer (Autor u.a. für mare und GEO) hat viele Antworten gefunden und in diesem Buch clever und unterhaltsam gebündelt. Zwischen Abenddämmerung und Morgenrot...

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Jeder von uns bewohnt die Welt auf seine Weise

Autor: Jean-Paul Dubois

Verlag: DTV

ISBN: 978-3-423-28240-6

Preis: 22,00 €

Buchtipp von: Anne Simon (September 2020)

Jeder von uns bewohnt die Welt auf seine Weise

Paul Hansen sitzt im Gefängnis von Montreal. Er könnte früher entlassen werden, wenn er seine Tat, die ihn hier her gebracht hat, bereuen würde. Aber er bereut sie nicht und will es auch nicht behaupten. Was hat er getan, dieser unauffällige, aufrichtige Mann, dass ihn nun dazu zwin…

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Paul Hansen sitzt im Gefängnis von Montreal. Er könnte früher entlassen werden, wenn er seine Tat, die ihn hier her gebracht hat, bereuen würde. Aber er bereut sie nicht und will es auch nicht behaupten. Was hat er getan, dieser unauffällige, aufrichtige Mann, dass ihn nun dazu zwingt, seine Zelle mit Ratten und einem tumben, gewaltbereiten Rocker zu teilen?
Sein Leben beginnt nicht gerade wie eine klischeebeladene Verbrecherkarriere. Der junge Paul wächst in Toulouse auf, wo seine intellektuelle Mutter ein Programmkino betreibt. Sein Vater, ein Däne, ist Pastor einer kleinen Gemeinde. Einige Jahre läuft alles harmonisch und Paul erlebt eine behütete, glückliche Kindheit. Doch Mitte der 1970er Jahre ist die Welt im Umbruch. Die Dissonanzen zwischen den kirchlichen Verpflichtungen des Vaters und der avantgardistischen Einstellung der Mutter sorgen immer häufiger für Diskussionsstoff. Die Erstaufführung des Skandalpornos „Deep Throat“ im Kino der Pastorenfamilie Hansen bringt das Fass schließlich zum Überlaufen. Der Vater verlässt die Familie und zieht nach Kanada, wohin ihm Paul schon kurze Zeit später folgt.
In der Nähe von Quebec geht Paul schließlich eigene Wege und führt ein manchmal turbulentes, aber nicht weiter auffälliges Leben. Arbeit findet er zunächst auf dem Bau und später als Concierge eines luxuriösen Wohnkomplexes. Dort nimmt er sich nicht nur kaputter Glühbirnen und sonstiger Ausbesserungen an, sondern kümmert sich auch mit vollem Einsatz um das Wohlbefinden der Bewohner. Und das treu über zwei Jahrzehnte hinweg bis zu dem Tag, der sein Leben für immer verändern wird.

Jean-Paul Dubois erzählt durch die Augen seines Protagonisten von den Unwägbarkeiten des Lebens, von den Mühen der Menschen, in diesem zu bestehen, vom Lauf der Zeit und davon, wie eng Glück und Verlust mit einander verknüpft sind. Der Ton ist dabei stets geprägt von feinem Humor und sanfter Melancholie; ein schmales Buch, das auf unaufdringliche Art von den ganz großen Themen des Lebens erzählt.

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Schatten der Welt

Autor: Andreas Izquierdo

Verlag: DuMont Buchverlag

ISBN: 978-3-8321-6498-0

Preis: 16,00 €

Buchtipp von: Sigrid Pommeranz (September 2020)

Schatten der Welt

Die Geschichte beginnt 1910 in Thorn, Westpreußen. Der dreizehnjährige Schneidersohn Carl Friedländer und Arthur Burwitz sind beste Freunde. Wobei Carl der Schüchterne und Arthur der Draufgänger ist. Meist gibt es nur Kartoffeln zu essen, Kartoffeln mit und ohne Zwiebeln, Kart…

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Die Geschichte beginnt 1910 in Thorn, Westpreußen. Der dreizehnjährige Schneidersohn Carl Friedländer und Arthur Burwitz sind beste Freunde. Wobei Carl der Schüchterne und Arthur der Draufgänger ist. Meist gibt es nur Kartoffeln zu essen, Kartoffeln mit und ohne Zwiebeln, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer. Doch das will Arthur ändern, er will nach oben, er will nicht wie sein Vater Wagner bleiben.
Auch Carl träumt von der Zukunft. Seit im kleinem Ort ein Fotograf ansässig geworden ist, überlegt er fieberhaft, wie er an einen Ausbildungsplatz als Fotograf kommen kann. Vorerst hat Arthur aber erst einmal eine Geschäftsidee. Der Halleysche Komet nähert sich der Erde und mit ihm der Weltuntergang. Mit Hilfe von der frechen und tollkühnen Isi, welche die Zwei auf amüsante Weise kennengelernt haben, verkaufen sie Pillen gegen den Weltuntergang. Der Komet zieht natürlich still vorbei, still bleiben jedoch nicht die Käufer der Pillen. Carl landet im Gefängnis, aber Arthur mit seinem unerschöpflichen Einfallsreichtum weiß auch hier Rat und Rettung. Nichts kann die drei von nun ab auseinanderbringen. Doch mit dem ersten Weltkrieg ändert sich einiges.

Andreas Izquierdo hat Abenteuerroman und spannenden Historienroman mit drei liebenswerten Protagonisten vereint. Die außergewöhnlichen Schicksale und die Jugendstreiche der drei besten Freunde lassen einen nicht unberührt. Mit traurigen und auch vielen amüsanten Passagen lässt Izquierdo den Leser an deren Leben teilhaben. In den Wirren des ersten Weltkrieges muss jeder der drei sich allein durchschlagen, dabei verliert der Leser natürlich keinen aus den Augen. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite. Im Roman erzählt Carl die Geschichte im Rückblick, am Ende sind gerade mal acht aufregende Jahre vergangen. Das lässt mich vielleicht auf eine Fortsetzung hoffen, denn nur ungern hab ich mich von diesen drei wunderbaren Menschen getrennt.

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