Unsere Empfehlungen

Ein unglücklicher Tod

Autor: Peter Grainger

Verlag: Diogenes

ISBN: 978-3-257-30120-5

Preis: 18,00 €

Buchtipp von: Rainer Francke (Oktober 2026)

Ein unglücklicher Tod

DC Smith ist altgedienter Polizist in Norfolk, England. Kurz vor seinem Ruhestand hat ihn noch ein internes Ermittlungsverfahren ereilt. Das hat er aber erfolgreich überstanden und ist zurück im Dienst – nicht unbedingt zur Freude aller seiner Kollegen. Er bekommt einen scheinbar glasklaren Fall zugeteilt, bei dem eigentlich nur noch Routinefragen …

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DC Smith ist altgedienter Polizist in Norfolk, England. Kurz vor seinem Ruhestand hat ihn noch ein internes Ermittlungsverfahren ereilt. Das hat er aber erfolgreich überstanden und ist zurück im Dienst – nicht unbedingt zur Freude aller seiner Kollegen.
Er bekommt einen scheinbar glasklaren Fall zugeteilt, bei dem eigentlich nur noch Routinefragen zu klären sind: der Unfalltod eines siebzehnjährigen Schülers, der ertrunken zu sein scheint.
Doch DC Smith ist zu erfahren, auch zu eigensinnig, um sich mit dem Offensichtlichen zufrieden zu geben. Und so ermittelt er weiter, folgt dem Fluss und entdeckt Dinge, die man lieber vor ihm verborgen hätte …
Peter Grainger, eigentlich Robert Partridge, war Lehrer, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb, ursprünglich im Eigenverlag. Doch die Reihe um DC Smith ist zu gut und weckte das Interesse renommierter Verlage, so dass er in Deutschland nun von Diogenes verlegt wird.
Toller, spannender Stoff, starke Figuren – gut, dass bald der zweite Fall erscheint.

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Die Wahrheit über Ruby Cooper

Autor: Liz Nugent

Verlag: Gutkind

ISBN: 978-3-98941-148-7

Preis: 24,00 €

Buchtipp von: Stefan Decken (Oktober 2026)

Die Wahrheit über Ruby Cooper

"Wäre meine Schwester nicht so schön gewesen, dann wäre all das nie passiert." Ruby wächst Ende der 90er als Tochter eines Pastors in Boston auf. Ihre Familie ist wohlhabend, liebevoll. Ruby ist sechzehn, als sie eines Tages Milo, den Freund ihrer Schwester Erin, beschuldigt, sie im Wohnzimmer ihrer Eltern vergewaltigt zu haben.. Die Beweise sind …

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"Wäre meine Schwester nicht so schön gewesen, dann wäre all das nie passiert."
Ruby wächst Ende der 90er als Tochter eines Pastors in Boston auf. Ihre Familie ist wohlhabend, liebevoll. Ruby ist sechzehn, als sie eines Tages Milo, den Freund ihrer Schwester Erin, beschuldigt, sie im Wohnzimmer ihrer Eltern vergewaltigt zu haben.. Die Beweise sind erdrückend und Milo, der die Tat kategorisch abstreitet, wird zu 13 Jahren Haft verurteilt. Und auch Erin ist schließlich von Milos Schuld überzeugt.
Ruby flieht in die Heimat ihrer Mutter, nach Irland. Sie sucht immer seltener den Kontakt zu ihrer Schwester, meidet Besuche in ihrer Heimatstadt. Doch noch über Jahrzehnte hinweg werden die Nachwirkungen jenes Tages eine Spur der emotionalen Verwüstung hinterlassen - für Ruby in Dublin und für Erin in Boston.

Ohne zu viel zu verraten: die Vergewaltigung hat es nicht gegeben, Ruby lügt. Und hält ihre Lüge über Jahre hinweg aufrecht. Immer wieder bekommt sie die Möglichkeit, die Wahrheit zu sagen. Und immer wieder entscheidet sie sich dagegen. Wir sehen ihr dabei zu, wie sie das Leben aller Menschen zerstört, die ihr nahestehen – und schließlich auch ihr eigenes. Wir werden sie vermutlich nicht sympathisch finden, ganz im Gegenteil. Und trotzdem werden wir ihrem Leben nicht entkommen - über fast 400 Seiten folgen wir ihr - gebannt, manchmal schockiert, gefesselt.
"Die Wahrheit über Ruby Cooper“ ist ein extrem kluger Sogroman über Schuld und die zerstörerische Macht einer einzigen Lüge.

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Die Muse

Autor: Mats Strandberg

Verlag: Fischer TOR

ISBN: 978-3-596-71337-0

Preis: 18,00 €

Buchtipp von: Anne Simon (Oktober 2026)

Die Muse

Eine legendäre Familie, ein lebensverändernder Verrat und eine geheimnisvolle Villa, hinter deren Mauern etwas unfassbar Böses lauert. Hedda steckt in einer allumfassenden Krise. Ihre Ehe ist gescheitert, ihr Wunsch sich als Schriftstellerin zu etablieren stagniert. Selbst der Auftakt zu ihrer Krimitrilogie, die sie als Auftragsarbeit für einen …

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Eine legendäre Familie, ein lebensverändernder Verrat und eine geheimnisvolle Villa, hinter deren Mauern etwas unfassbar Böses lauert.
Hedda steckt in einer allumfassenden Krise. Ihre Ehe ist gescheitert, ihr Wunsch sich als Schriftstellerin zu etablieren stagniert. Selbst der Auftakt zu ihrer Krimitrilogie, die sie als Auftragsarbeit für einen Verlag begonnen hat, floppt.
Da kommt die Einladung ihres ehemals besten Freundes David gerade recht. Auf dem Anwesen der Familie möchte sie sich in aller Abgeschiedenheit zum Schreiben zurückziehen. Im Anschluss soll mit der ganzen Familie Mittsommer gefeiert werden. Auch wenn zwischen David und Hedda lange Funkstille geherrscht hat, nimmt sie die Einladung gerne an. Fühlt sie sich doch auch ein Stück weit geschmeichelt, dass der inzwischen sehr erfolgreiche Autor wieder ihre Nähe sucht.
Angekommen in der Villa Thamyris fügt sich auch zunächst alles so wie gewünscht. Beeinflusst von dem historisch und kulturell aufgeladenen Familienanwesen findet Hedda endlich wieder neue Inspiration für ihr nächstes Romanprojekt.
Doch wie in den meisten Familien ist auch in dieser nicht alles so friedlich, wie es zunächst nach außen scheint.
Und bereits in der ersten Nacht bemerkt Hedda, dass hier etwas im Argen liegt, sie hört unerklärliche Geräusche, die sie nicht schlafen lassen. Und von Tag zu Tag zeigt sich mehr, dass etwas hinter den Mauern der Villa Thamyris lauert, das droht Hedda zu verschlingen.

Ein spannender und erschreckender Roman, der mit dem Blick auf die Praktiken im Kulturzirkus und die Eigenarten von Familienkonstruktionen beginnt, und schließlich mit einer ordentlichen Portion Horror über die Lesenden hinwegbricht.
Manchen Genrefans mag der Einstieg vielleicht etwas zu gemächlich sein. Für mich, ausgesprochen empfindlich, was Gewalt und Gemetzelszenen angeht, war es genau richtig. Das Böse pirscht sich ganz langsam, aber immer im Hintergrund dräuend an. Und wenn es dann richtig schaurig wird, hat der Roman mich schon so im Griff, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

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Wenn die Bienen schweigen

Autor: Caryl Lewis

Verlag: DTV

ISBN: 978-3-423-65052-6

Preis: 18,00 €

Buchtipp von: Sigrid Pommeranz (Oktober 2026)

Wenn die Bienen schweigen

Die Bienen sind ausgestorben und mit ihnen das Summen in der Welt. Die Ernte fällt aus und nur noch vom Wind bestäubte Pflanzen können überleben. Die Lebensmittel sind knapp und der Regen bleibt aus. Es wird geplündert. Jess ist dreizehn, als auch sie - wie alle Mädchen ab 11 Jahren - gezwungen wird, in einem Camp die Blüten der Obstbäume mit …

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Die Bienen sind ausgestorben und mit ihnen das Summen in der Welt. Die Ernte fällt aus und nur noch vom Wind bestäubte Pflanzen können überleben. Die Lebensmittel sind knapp und der Regen bleibt aus. Es wird geplündert.
Jess ist dreizehn, als auch sie - wie alle Mädchen ab 11 Jahren - gezwungen wird, in einem Camp die Blüten der Obstbäume mit einem Pinsel zu bestäuben. Alle erhielten neue Ausweise, die Mädchen werden in Camps gebracht und den Jungen bringt man das Kämpfen bei. Sobald die Mädchen ihre erste Monatsblutung bekommen, werden sie zwangsverheiratet und kahlgeschoren. Als Jess herausfindet, dass die Pinsel aus den Haaren der Mädchen gefertigt werden, reift in ihrem Kopf ein Plan. Die Pinsel dienten ihr früher als Malwerkzeug, warum nicht auch noch heute? Ein Aufseher schmuggelt für Jess Farben ins Camp und ein paar Mädchen verbünden sich mit ihr. Jess` Mutter kannte noch die Welt bevor die Bienen verschwanden und hatte ihr davon vorgeschwärmt. Jetzt gibt es nur noch eine leblose Landschaft jenseits der Obstplantagen. Jess wird malen, denn Bilder können Revolutionen hervorrufen...

Caryl Lewis erzählt von einer dystopischen Schreckensversion, einer Welt ohne Bienen und Insekten, und will den Leser wachrütteln. Den Bienenvölkern geht es nicht gut und in China gibt es bereits Gebiete, in denen die Pflanzen künstlich bestäubt werden. Caryl Lewis zeigt eindrucksvoll, dass der Schutz der Natur Priorität hat, dennoch aber mit dem Schutz unserer eigenen Freiheit tief verbunden ist.
Ein lohnenswerter Denkanstoß und eine Leseempfehlung für Jugendliche und Erwachsene.

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Zwischen zwei Feuern

Autor: Christopher Buehlman

Verlag: Fischer TOR

ISBN: 978-3-596-71343-1

Preis: 26,00 €

Buchtipp von: Leo Dahl (Oktober 2026)

Zwischen zwei Feuern

Weit vor der Erfindung des Buchdrucks, Mitte des 14. Jahrhunderts, wütete die Pest in großen Städten und kleinen Dörfern. Frankreich war im Zerfall, die Toten stapelten sich und wer noch lebte betete jeden Tag, dass es ihn nicht als nächstes treffen würde. Zu dieser Zeit fand sich der exkommunizierte Ritter Thomas in einer Gruppe Räuber, die auf …

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Weit vor der Erfindung des Buchdrucks, Mitte des 14. Jahrhunderts, wütete die Pest in großen Städten und kleinen Dörfern. Frankreich war im Zerfall, die Toten stapelten sich und wer noch lebte betete jeden Tag, dass es ihn nicht als nächstes treffen würde. Zu dieser Zeit fand sich der exkommunizierte Ritter Thomas in einer Gruppe Räuber, die auf der Suche nach allem, was nicht schon tot war, durch die Normandie zogen. Durch eine Verkettung ungünstiger Ereignisse verliert Thomas alle Männer seiner Gruppe und zieht schon am nächsten Tag weiter in Begleitung eines jungen Mädchens, das behauptet, ein Engel wäre ihm erschienen und hätte ihm gesagt es müsse sich auf die Reise nach Avignon machen. Wiederwillig reist Thomas nun mit dem Mädchen weiter durch ein braches Land, in dem die Leichen sich in den Massengräbern stapeln und Dämonen ihr Unwesen treiben.
Geführt von den Erscheinungen des Mädchens, die Thomas zuerst als Hirngespinste abstempelt, gabeln sie einen stark alkoholisierten Priester auf, der sich ihnen anschließt und schließlich ziehen sie zu dritt durch das Land. Was als eine Reise ins Unbekannte startet, entpuppt sich mit der Zeit als eine Wanderung in das Auge des Sturms um den Krieg zwischen Himmel und Hölle. Das Mädchen scheint mehr Geheimnisse zu haben, als Thomas lieb ist, und sowohl die Lebenden als auch die Toten stellen sich ihnen in den Weg.

„Zwischen zwei Feuern“ ist ein epischer Horrorroman, der einen mit seiner atmosphärischen Erzählung in den Bann zieht. Für Fans von Rittern, Mittelalter, Dark Souls und düsteren Geschichten ist dieser Roman perfekt für den Herbst und die Zeit, an denen die Tage wieder kürzer werden.
Dieser Roman ist für erwachsene Personen gedacht und beinhaltet fast alle fiesen Themen, die man sich vorstellen kann. Er sollte nicht von Minderjährigen gelesen werden, oder Menschen, die nur leichte Unterhaltung suchen.

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Ein Samstag im August

Autor: Birgit Bachmann

Verlag: BTB

ISBN: 978-3-442-76364-1

Preis: 24,00 €

Buchtipp von: Rainer Francke (September 2026)

Ein Samstag im August

Auf der Rückreise aus dem Urlaub nimmt ein Ehepaar, Elvira und Jobst, ein Pärchen mit, das eine Autopanne hat. Irgendwie erinnern die zwei jüngeren Menschen sie an sich selbst als Paar in jüngeren Jahren. Doch falsch: Die jungen Menschen sind eigentlich längst getrennt und zum Verdruss des Mannes unterwegs zu einer Familienfeier, bei der die junge …

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Auf der Rückreise aus dem Urlaub nimmt ein Ehepaar, Elvira und Jobst, ein Pärchen mit, das eine Autopanne hat. Irgendwie erinnern die zwei jüngeren Menschen sie an sich selbst als Paar in jüngeren Jahren.
Doch falsch: Die jungen Menschen sind eigentlich längst getrennt und zum Verdruss des Mannes unterwegs zu einer Familienfeier, bei der die junge Frau unbedingt der Erwartungshaltung ihres Vaters an sie als perfekte Tochter entsprechen will und heile Welt vorspielen.
Elvira und Jobst werden spontan mit zur Feier eingeladen, denn es hat sich herausgestellt, dass sie und die Eltern der jungen Frau im gleichen Ort wohnen. Und Elvira, Lehrerin, entdeckt, dass sie die Familie aus der Schule kennt. Und Jobst, Staatsanwalt, wird gar nicht mehr so herzlich behandelt, als sein Beruf bekannt wird.
Und plötzlich müssen zwei Familien sich neu vermessen und neu entdecken. Und die, die ehrlich zu sich selbst zu sein versuchen, finden einen neuen Weg.
Hintergründig; überzeugende, sich selbst entwickelnde Protagonisten; die Stimmung eines schwülen Spätsommers: sehr lesenswerter erster Roman der Autorin, absolut gelungen.

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Ist doch schön hier

Autor: Miriam Burdelski

Verlag: Blessing

ISBN: 978-3-89667-801-0

Preis: 24,00 €

Buchtipp von: Stefan Decken (September 2026)

Ist doch schön hier

Liesel jobbt nach ihrem Schulabschluss in einer Autowaschanlage. Richtige Zukunftspläne hat sie nicht. Sie lebt mit ihrer Mutter, lethargisch, arbeitslos, alkoholabhängig, in einer engen Mietwohnung. Es gibt nur einen Menschen, der für Liesel zählt, und das ist ihre Großmutter Emmi. Die wiederum wird zunehmend dement, jeden Tag verschwinden mehr …

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Liesel jobbt nach ihrem Schulabschluss in einer Autowaschanlage. Richtige Zukunftspläne hat sie nicht. Sie lebt mit ihrer Mutter, lethargisch, arbeitslos, alkoholabhängig, in einer engen Mietwohnung. Es gibt nur einen Menschen, der für Liesel zählt, und das ist ihre Großmutter Emmi. Die wiederum wird zunehmend dement, jeden Tag verschwinden mehr ihrer Erinnerungen. Als sie sich immer öfter nach ihrem alten Zuhause in Ostpreußen sehnt, fasst Liesel einen wagemutigen Entschluss: sie will für und mit Emmi in deren Heimat reisen.
Und so beginnt ein aberwitziger Roadtrip. Reisende in einem alten Lada sind Emmi, Liesel und Jascha, ein sehr junger polnischer Altenpfleger, obercool und deshalb sehr gelassen. Schaffen sie es bis nach Ostpreußen? Wie reagiert Emmi auf die neuen alten Eindrücke? Nimmt sie sie überhaupt wahr? Und Liesel? Je weiter die Fahrt nach Osten geht, kommt sie ihrer eigenen Vergangenheit näher und spürt, dass Heimat nicht nur ein Ort auf der Landkarte ist, sondern sich über die Menschen definiert, die bleiben, wenn alles andere verschwindet.

Der erste Roman von Miriam Burdelski: Bewegend, trotz der ernsten Themen zuversichtlich und hoffnungsvoll, und immer wieder mit Passagen voll herrlicher Situationskomik und trockenem Humor!

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Weiterleben

Autor: Patrick Charnley

Verlag: DuMont Buchverlag

ISBN: 978-3-7558-0050-7

Preis: 24,00 €

Buchtipp von: Anne Simon (September 2026)

Weiterleben

Jago war 40 Minuten klinisch tot, seitdem funktioniert sein Kopf nicht mehr wie bisher. Alles ist zu laut, zu schnell, zu viel. Körper und Geist sind durchgehend überfordert und erschöpft, weshalb sein bisheriges Leben, allein in Bristol, nicht mehr möglich ist. So lebt er seitdem wieder in der alten Heimat in Cornwall, abgeschieden und ohne …

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Jago war 40 Minuten klinisch tot, seitdem funktioniert sein Kopf nicht mehr wie bisher. Alles ist zu laut, zu schnell, zu viel. Körper und Geist sind durchgehend überfordert und erschöpft, weshalb sein bisheriges Leben, allein in Bristol, nicht mehr möglich ist. So lebt er seitdem wieder in der alten Heimat in Cornwall, abgeschieden und ohne Strom, auf dem Hof seines Onkels Jacob. Der Alltag ist so reizreduziert wie nirgends sonst. Kühe melken, Zäune reparieren, Ausritte am Meer, Jago lebt ganz im Hier und Jetzt - allein schon deshalb, weil sein Kurzzeitgedächtnis ihn regelmäßig im Stich lässt. So führt er ein gezwungenermaßen achtsames Leben. Ein gutes Leben, dass genau so bleiben könnte. Wäre da nicht ein Nachbar, der mit seinen kriminellen Machenschaften den Frieden stört.
Jago sieht keine andere Möglichkeit, als sich ganz auf sein angeschlagenes Selbst zu verlassen und sich durch Nachforschungen in Gefahr zu bringen. Um den einzigen Ort zu schützen, an dem er weiterleben kann.
Jagos gesundheitlicher Zustand beruht auf den Erlebnissen des Autors. Patrick Charnley hatte selbst einen 40-minütigen Herzstillstand. Zu erfahren, wie das Leben sich danach gestaltet, mit welchen Einschränkungen, aber auch neuen Erkenntnissen er seitdem lebt, ist für uns als Lesende interessant und bereichernd.

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